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Zahlen, Daten, Fakten: Logistikimmobilien

Die Logistikbranche ist die Lebensader moderner Volkswirtschaften. Erst sie ermöglicht die Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft innerhalb Deutschlands sowie zwischen Deutschland und der Welt mit allen notwendigen Rohstoffen und Waren. Sie stellt eine wichtige Basis für den ökonomischen Wohlstand in Deutschland dar, der stark vom Im- und Exportgeschäft der hiesigen Wirtschaft und Industrie abhängig ist. Die Entwicklung auf dem Markt für Logistikimmobilien wird jährlich im Rahmen des Frühjahrsgutachtens analysiert. Lesen Sie hier die Zusammenfassung für die Ausgabe 2021.

Der Markt für Logistikimmobilien profitiert unbestreitbar von der Corona-Krise, vor allem durch Verschiebungen des Einzelhandelsumsatzes vom stationären Handel zum Onlinehandel mit krisenerprobten Lieferketten. Auf dem Investmentmarkt erreichte das Transaktionsvolumen von Logistikimmobilien einen neuen Höchststand von 7,1 Mrd. Euro (2019: 5,1 Mrd. Euro). Der zunehmende Marktanteil des Onlinehandels und die Skepsis gegenüber anderen Nutzungsarten stärkt das Vertrauen der Investoren in dieses Segment, die mit weiter steigenden Mieten und einer perspektivisch guten Nachfragesituation rechnen. Nachhaltigkeitsaspekte werden dabei zunehmend stärker gewichtet. Die Renditen sind wegen der hohen Nachfrage weiter gesunken. Die Spitzenrenditen beginnen bei 3,77% in A-Städten, liegen an den B-Standorten bei 4,95% und C- und D-Standorte erreichen 5,79% bzw. 6,48%. Die stärksten Renditekompressionen gab es an den A- und C-Standorten mit Rückgängen um jeweils 10 Basispunkte im Vergleich zum Vorjahr.

Die Mieten sind 2020 in allen Standortkategorien leicht höher als im Vorjahr. Es gilt nach wie vor: Je näher die großen Absatzmärkte, desto teurer. Die Spitzenmieten erreichten in A-Städten 6,50 Euro/m² pro Monat (2019: 6,42 Euro/m²), im Umfeld von B- und C-Städten liegen sie bei 5,11 bzw. 5,02 Euro/m² (2019: 5,08 und 4,95 Euro/m²) und im Bereich der kleineren D-Standorte werden 4,30 Euro/m² (2019: 4,26 Euro/m²) verlangt.

Der Neubau von Logistikflächen konzentriert sich weiterhin auf die großen etablierten deutschen Logistikstandorte in bzw. in der Nähe der Regionen um Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Rhein-Ruhr, Hamburg, Dortmund und Hannover/Braunschweig. Dort wurden in den letzten fünf Jahren je über 1 Mio. m² neue Logistikflächen fertiggestellt. Die Summe aller neuen Logistikflächen in Deutschland hat sich gegenüber 2019 (4,9 Mio. m²) – trotz oder wegen der Corona-Krise – noch einmal auf 5,2 Mio. m² erhöht. Für 2021 werden abermals über 5,0 Mio. m² erwartet.

Ausblick

Auch für 2021 wird auf Basis der im Bau befindlichen und konkret geplanten Pro­jekte ein Flächenneuzugang von über 5,0 Mio. m2 erwartet. Dennoch können weitere Verschiebungen durch Veränderungen des Projektplans oder zuvor unbe­kannte Neubauprojekte auftreten. Die hohen Fertigstellungsvolumen von 5,1 Mio. m2 im vergangenen Jahr verdeutlichen die anhaltend starke Nachfrage nach Logistikimmobilien und die darauf reagierende Bautätigkeit. Des Weiteren konn­te in jüngster Vergangenheit eine Zunahme der spekulativen Bautätigkeit beob­achtet werden. Perspektivisch wird weiterhin eine rege Bautätigkeit erwartet, denn vor allem die Corona-Pandemie zeigt: Logistik ist die Lebensader unserer Volkswirtschaft und zur Versorgung unserer Bevölkerung elementar. Über Re-/ Near-Shoring und erhöhte Lagerhaltung in Produktion und Handel wird intensiv nachgedacht. Zudem wird durch die Pandemie der E-Commerce zusätzlich befeu­ert und das wird den ohnehin hohen Bedarf an Logistikflächen weiter steigern.

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