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Zahlen, Daten, Fakten: Logistikimmobilien

Die Logistikbranche ist die Lebensader moderner Volkswirtschaften. Erst sie ermöglicht die Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft innerhalb Deutschlands sowie zwischen Deutschland und der Welt mit allen notwendigen Rohstoffen und Waren. Sie stellt eine wichtige Basis für den ökonomischen Wohlstand in Deutschland dar, der stark vom Im- und Exportgeschäft der hiesigen Wirtschaft und Industrie abhängig ist. Die Entwicklung auf dem Markt für Logistikimmobilien wird jährlich im Rahmen des Frühjahrsgutachtens analysiert. Lesen Sie hier die Zusammenfassung für die Ausgabe 2022.

Die Nachfrage nach Logistikimmobilien ist ungebrochen und wird durch den Megatrend E-Commerce weiter befeuert. Zusätzlich wird der versorgungsstrukturelle Nutzen der Logistik infolge der Corona-Pandemie auch in der Gesellschaft höher bewertet. Auf dem Investmentmarkt kehrte das Transaktionsvolumen mit 5,8 Mrd. Euro auf das Vorkrisenniveau zurück.

Die Renditen sind wegen der hohen Nachfrage teils deutlich gesunken. Die Nettoanfangsrenditen verringerten sich in den A-Märkten auf 3,26% (2020: 3,77%), B-Märkte liegen bei 4,4% (2020: 5%) und an C- und D-Standorten erreichen sie 5,1% bzw. 5,6% (2020: 5,8% bzw. 2020: 6,5%).

Die Mieten sind 2021 in allen Standortkategorien erneut weiter gestiegen. Je näher die großen Absatzmärkte, desto knapper die Flächen und stärker die Preisanstiege. Die Spitzenmieten erreichten in A-Städten 6,94 Euro/m²/Monat (2020: 6,50 Euro/m²), im Umfeld von B- und C-Städten liegen sie bei 5,25 Euro/m² bzw. 5,14 Euro/m² (2020: 5,11 Euro/m² bzw. 5,02 Euro/m²) und an D-Standorten werden 4,40 Euro/m² (2020: 4,30 Euro/m²) verlangt.

Im Neubau von Logistikflächen wurde 2021 mit knapp 6 Mio. m² ein neuer Fertigstellungsrekord erreicht. Das bisherige Spitzenjahr 2019 wurde um 1,7 Mio. m² übertroffen. Für 2022 wird ein Gesamtfertigstellungsvolumen von 6,6 Mio. m² erwartet. Der jährliche Neubauflächenbedarf wird auf etwa 7 bis 8 Mio. m² geschätzt. Periphere Lagen gewinnen zunehmend an Bedeutung, ebenso sind Brownfield-Entwicklungen von hoher Relevanz.

Ausblick

Was passiert, wenn ein globales System Störungen aufweist, lässt sich anhand der Havarie der „Ever Given“ im Suez-Kanal eindrucksvoll aufzeigen. Der durch das Containerschiff entstandene Stau hat einen wirtschaftlichen Schaden von schätzungsweise 400 Mio. US-Dollar verursacht – pro Stunde. Wie beim Dominoeffekt bahnten sich die Folgewirkungen der Havarie den Weg durch das System der von „Just-in-Time“ geprägten Logistiknetzwerke. Nichtsdestotrotz ist es die globale Logistikwirtschaft, welcher in Zeiten der Pandemie eine Mam­mutaufgabe zukommt. Einschränkungen belasten zwar das System, doch ein Versagen auf breiter Front konnte aufgrund der Pandemie und ihrer Folgeeffekte nicht festgestellt werden. Die Logistik ist resilient genug, breite wirtschaftliche Schäden abzuwenden und auch in schweren Zeiten verlässliche Dienstleistun­gen anzubieten.

Die Herausforderungen der Zukunft werden unter anderem auch beim Umgang mit den Folgen der Klimaerwärmung zu finden sein. Mögliche Konzepte zur Vermeidung weiterer Klimaschäden werden Hand in Hand mit der Einbindung kleinerer E-Fahrzeuge bei der städtischen Distribution gehen. Hierfür notwendige Infrastrukturen wie Micro-Hubs in urbanen Lagen werden den Kampf um städtische Flächenverfügbarkeit antreten müssen und letztlich auch die dort vorzufindenden Flächenmieten zahlen können.

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