zia_header_top
Home - ZIA und syte entwickeln die BuildMap: Mehr Transparenz für den Wohnungsbau in Deutschland

ZIA und syte entwickeln die BuildMap: Mehr Transparenz für den Wohnungsbau in Deutschland

Der Wohnungsmarkt steht vielerorts unter Druck. In zahlreichen Städten und Regionen fehlt bezahlbarer Wohnraum, während Genehmigungsprozesse und Neubauaktivitäten von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlich verlaufen. Bislang fehlte jedoch ein Instrument, das diese Entwicklungen bundesweit sichtbar und vergleichbar macht.

Genau hier setzt die neue ZIA-BuildMap – powered by syte an. Gemeinsam mit dem mehrfach ausgezeichneten PropTech-Unternehmen syte hat der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) eine digitale Analyseplattform entwickelt, die Wohnungsbaugenehmigungen in Deutschland erstmals übersichtlich und öffentlich zugänglich visualisiert.

Wohnungsbaugenehmigungen auf einen Blick

Die Plattform bündelt Daten der amtlichen Statistik und stellt die Entwicklung von Wohnungsbaugenehmigungen auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte dar. Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit erhalten damit ein datenbasiertes Instrument, um regionale Unterschiede besser zu verstehen und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Die BuildMap zeigt unter anderem:

  • Baugenehmigungen je 1.000 Einwohner,
  • Entwicklungen im Monats- und Jahresvergleich,
  • regionale Cluster mit hoher oder niedriger Genehmigungsdynamik,
  • sowie Indikatoren für angespannte Wohnungsmärkte.

Ziel der Plattform ist es, Transparenz zu schaffen und die Diskussion über den Wohnungsbau auf eine belastbare Datengrundlage zu stellen. Dabei versteht sich die BuildMap ausdrücklich als Analyse- und Monitoring-Instrument. Sie macht Entwicklungen sichtbar, ersetzt jedoch keine politische Bewertung oder Ursachenanalyse.

Transparenz als Grundlage für bessere Entscheidungen

„Mit der BuildMap schaffen wir erstmals Transparenz und zeigen vergleichbar und öffentlich zugänglich die regionalen Entwicklungen bei Wohnungsbaugenehmigungen in Deutschland. Wir haben Städte in angespannten Wohnungsmärkten wie beispielsweise Leipzig, die zuletzt sehr viel genehmigt haben“, sagt ZIA-Präsidentin Iris Schöberl.

Die Plattform verdeutlicht, dass erfolgreiche Wohnungsbaupolitik auf verlässliche Daten angewiesen ist. Nur wenn Engpassregionen frühzeitig erkannt werden, können politische Maßnahmen gezielt greifen.

Digitalisierung als Schlüssel für schnellere Verfahren

Für den ZIA ist die BuildMap zugleich ein Beispiel dafür, welches Potenzial digitale Lösungen für die Bau- und Wohnungspolitik bieten.

„Die Immobilienwirtschaft zeigt mit innovativen digitalen Lösungen, welches Potenzial datenbasierte Instrumente für mehr Transparenz und effizientere Prozesse entfalten können. Digitalisierung ist kein Zusatzthema mehr – sie ist Voraussetzung dafür, Planungs- und Genehmigungsprozesse zukunftsfähig aufzustellen“, betont ZIA-Hauptgeschäftsführerin Aygül Özkan.

ZIA und syte sprechen sich daher dafür aus, vergleichbare Monitoring-Instrumente künftig stärker auf Bundesebene zu etablieren und öffentliche Daten flächendeckend digital sowie offen zugänglich zu machen. Die BuildMap soll in den kommenden Jahren schrittweise erweitert werden. Ein besonderer Fokus könnte dabei auf der Evaluation neuer wohnungspolitischer Instrumente wie des sogenannten „Genehmigungs-Turbos“ liegen.

Die Umsetzung entscheidet sich in den Kommunen

Die Daten zeigen zugleich, dass die eigentliche Umsetzung wohnungspolitischer Maßnahmen vor Ort stattfindet. Denn selbst die besten gesetzlichen Rahmenbedingungen entfalten ihre Wirkung erst dann, wenn sie in den kommunalen Bauämtern umgesetzt werden.

Dafür benötigen Städte und Gemeinden:

  • ausreichend Fachpersonal,
  • digitales Know-how,
  • standardisierte und vereinfachte Verfahren,
  • sowie organisatorische Unterstützung bei der Einführung neuer Beschleunigungsmaßnahmen.

„Klar ist: Die Wende im Wohnungsbau wird nicht im Gesetzesblatt entschieden, sondern in den Bauämtern umgesetzt. Der Genehmigungs-Turbo kann helfen, muss aber auch konsequent von den Kommunen angewendet werden“, so Özkan.

Daten schaffen Handlungssicherheit

Auch syte sieht in der neuen Plattform einen wichtigen Beitrag zur Versachlichung der Debatte um den Wohnungsbau.

„Mit der ZIA-BuildMap zeigen wir erstmals bundesweit vergleichbar, wo in Deutschland viel Wohnraum genehmigt wird und wo es stockt. Besonders aufschlussreich sind die Landkreise, die trotz herausfordernder Rahmenbedingungen vorangehen. Sie belegen, dass Bewegung im Wohnungsbau möglich ist“, erklärt syte-Geschäftsführer Matthias Zühlke.

Er ergänzt: „Was wir hier zeigen, ist exemplarisch dafür, was offene Daten in Kombination mit moderner Technologie heute leisten können. Solche Werkzeuge machen Komplexität handhabbar und können so einen konkreten Beitrag zur Wohnungsbaudebatte leisten.“

Ein neues Instrument für die Wohnungsbaupolitik

Mit der BuildMap entsteht erstmals ein bundesweit einheitliches und öffentlich zugängliches Monitoring-Instrument für Wohnungsbaugenehmigungen. Die Plattform macht sichtbar, wo Fortschritte erzielt werden, wo Engpässe bestehen und welche Regionen beim Wohnungsbau besonders dynamisch sind.

Damit liefert die BuildMap eine wichtige Grundlage für faktenbasierte Entscheidungen – und einen weiteren Schritt hin zu mehr Transparenz, Digitalisierung und Effizienz im deutschen Wohnungsbau.

Teilen

Kontakt

Downloads