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Basel-III-Finalisierung

Die immense Regulierungswelle hat die Verfügbarkeit von Fremd- und Eigenkapital stark verändert. Liquiditätsschwemme und Niedrigzinsumfeld überdecken derzeit die Verteuerung der Kreditvergabe. Dabei ist der deutsche Immobilienmarkt einer der stabilsten weltweit, beruhend auf vorsichtiger Bewertung, vergleichsweise niedrigen Beleihungsausläufen und langfristigen Festzinsdarlehen.

Die Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung des Bankensektors wird in Zukunft durch ein weiteres Paket an Maßnahmen, das die EU gemäß den Beschlüssen des Baseler Ausschusses umsetzen möchte, nochmals erheblich verschärft werden. Das Baseler Paket wird nach Einschätzung der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) die Eigenkapitalanforderungen an die Kreditwirtschaft um durchschnittlich 26% erhöhen, obwohl ursprünglich nur eine geringe Anhebung toleriert werden sollte. Von den neuen Regelungen sind dabei vor allem Immobilienfinanzierungen betroffen. Grund dafür ist die Einführung eines Outputfloors, der bei Anwendung von internen Berechnungsmodellen von Kreditrisiken einen Eigenkapitalaufschlag verlangt. Da in Deutschland Kreditinstitute vor allem mit diesen internen Berechnungsmodellen und nicht mit dem Standardansatz zur Berechnung von Kreditrisiken arbeiten, sieht der ZIA eine Gefahr bei der Einführung dieser sogenannten Outputfloors. Diese unberechtigte Verschärfung lehnt der ZIA insbesondere aufgrund der Diskussion um die Bezahlbarkeit von Wohn- und Wirtschaftsimmobilien ab.

Mit einem Umsetzungsvorschlag der Europäischen Kommission ist in der ersten Jahreshälfte 2021 zu rechnen. Die konkreten Anpassungen sind aufgrund der Covid-19 Pandemie um ein Jahr verschoben worden, so dass diese nun bis zum 01. Januar 2023 in die Berechnungsmodelle der Institute zu implementieren sind. Eine vollständige Entfaltung des Outputfloors ist dann ab dem 01. Januar 2028 vorgesehen.

In Kooperation mit anderen Verbänden begleitet der ZIA die Beratungen eng mit den entscheidenden Vertretern aus Politik und Verwaltung.

 
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