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ZIA zum Kabinettsbeschluss zu Smart Metern: „Dieser späte Schritt führt Deutschland in die richtige Richtung“

Berlin,  12.1.2023 – Der Spitzenverband der Immobilienbranche, ZIA, bewertet den geplanten zügigen Einbau von Smart Metern in Deutschland als späte Umsetzung einer Erneuerung, die andere Länder längst vollzogen haben. ZIA-Vizepräsident Jan-Hendrik Goldbeck kommentiert den heutigen Kabinettsbeschluss des Gesetzes zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) so: „Es ist extrem wichtig, dass die Bundesregierung hier zulegen will, damit Deutschland endlich den Anschluss schafft. Denn Smart Meter sind essenzielle Bausteine der Energiewende.“ Goldbeck verweist darauf, dass bisher nicht einmal ein Prozent der Haushalte mit einem Smart Meter ausgestattet sind. „Im Vergleich zu den europäischen Nachbarn ist Deutschland damit Schlusslicht.“

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) fordert schon seit langem eine grundlegende Richtungsänderung in der Gesetzgebung, denn seit mehr als 15 Jahren wird zwar intensiv über den Einsatz intelligenter Stromzähler diskutiert, doch geschehen ist bislang wenig. Der Smart-Meter-Rollout, zuletzt durch bürokratische Hürden und jahrelange Rechtsunsicherheit ins Stocken geraten, muss endlich Fahrt aufnehmen. Das Gesetz legt einen verbindlichen Rollout-Fahrplan fest und schafft die Voraussetzungen für einen flächendeckenden Einsatz von Smart Metern.

„Das GNDEW ist zweifelsohne ein Schritt in die richtige Richtung, es ist aber ein zu kleiner Schritt“, kommentiert Goldbeck. Der ZIA sieht insbesondere bei der Berücksichtigung innovativer Solarstromprojekte Nachbesserungsbedarf; Kundenanlagen sollten nicht benachteiligt werden, um jetzt auch den Rollout von Wärmepumpen, Photovoltaik und Mieterstrom in Immobilien zu beschleunigen.

Darüber hinaus regt der Verband für weitere künftige Überlegungen an: Wenn das BMWK die Anpassung, Aufhebung oder Neufestlegung von Preisobergrenzen per Rechtsverordnung festlegt, sollte eine partnerschaftliche Abstimmung mit allen Beteiligten (Messdienstanbietern, Vermieter-Seite, Mieter-Seite) gesucht werden, um einen übermäßigen Anstieg der Mieten zu vermeiden und zugleich die Geschäftsmodelle wirtschaftlich zu halten.

Kontakt

Dr. Margarete van Ackeren
Abteilungsleiterin Kommunikation und Strategie
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