ZIA zu den neuen Baugenehmigungszahlen: Keine Trendwende in Sicht – Es braucht einen echten Turbo und strukturelle Reformen, um wieder echte Dynamik zu entfachen
„Die Genehmigungszahlen zeigen weiterhin keine wirkliche Trendwende. Der Wohnungsbau steckt fest – vor allem dort, wo der Bedarf am größten ist“, sagt ZIA-Hauptgeschäftsführerin Aygül Özkan. „Die heute veröffentlichten Daten unterstreichen: Ohne kraftvolle politische Maßnahmen werden Ziele verfehlt und der Druck auf die vielen Unternehmen in der Bau- und Immobilienwirtschaft immens.“
Laut den heute veröffentlichten Zahlen wurden im Juli 2025 insgesamt 22.100 Wohnungen genehmigt – ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Zeitraum von Januar bis Juli 2025 summiert sich die Zahl der Genehmigungen auf 131.800 Wohnungen – das entspricht einem leichten Plus von 6,6 Prozent (+8.200 Wohnungen) im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Bei Mehrfamilienhäusern wurden von Januar bis Juli 2025 insgesamt 69.300 neue Wohnungen genehmigt. Dies bedeutete einen Anstieg um 5,6 Prozent (+3.700) neue Wohnungen. „Im Bereich des Geschosswohnungsbaus – jenem Bereich, der für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in den nachgefragten Metropolregionen und Städten am wichtigsten ist – passiert noch zu wenig“, analysiert Özkan die Zahlen.
Zündende Maßnahmen für den Bau-Turbo sind aus Sicht des ZIA:
- Bau- und Planungsbeschleunigung ohne neue Zustimmungshürden
- Realistische und niedrige Baustandards und die konsequente Entbürokratisierung
- Verbesserte Förderbedingungen, vor allem für den Mietwohnungsbau
- Steuerliche Entlastung
- Langfristige Investitionssicherheit statt kurzfristiger Förderfenster