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Wittke zur Erhöhung des Leitzinses: „Es ist die Summe an Verschärfungen, die der Immobilienwirtschaft so extrem zusetzt“

Berlin, 08.09.2022 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss sieht die geplante Anhebung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank als ein Extra-Erschwernis für die Branche. „Wir kommen in eine Kaskade, die es der Immobilienwirtschaft immer schwerer macht, durch eigenes Agieren weitere Negativeffekte abzuwehren“, kommentiert ZIA-Hauptgeschäftsführer Oliver Wittke das heutige Signal aus Frankfurt . „Es ist die Summe an Verschärfungen, die uns so extrem zusetzt.“ Der ZIA-Hauptgeschäftsführer weiter: „In der Folge werden jetzt wohl Zinsen für Immobilienkredite weiter steigen und den Druck auf den Wohnimmobilienmarkt erneut erhöhen.“ Auch für den Markt der Gewerbeimmobilien werde es durch die Leitzinsanhebung um 0,75 Prozent  „noch einmal schwieriger“, so Wittke.  

Der ZIA-Hauptgeschäftsführer verweist auf führende Fonds- und Maklerunternehmen, die erwarten, dass durch die gestiegenen Finanzierungskosten vor allem Werte älterer und weniger nachhaltiger Gebäude unter Druck geraten. Diesen Prognosen zufolge wären Wertverluste von zehn bis 15 Prozent oder sogar mehr zu erwarten. „Damit könnten die Zeiten großer Transaktionsvolumina zu Ende gehen“, so Wittke. Es gehe jetzt darum, „die Hebel, über die Politik und Wirtschaft in dieser Zeit verfügen, dann auch sehr schnell und entschieden zu nutzen“.

So ist ein digitales öffentliches Baupreismonitoring aus Sicht des ZIA ein wichtiges Instrument, um Marktengpässe und Preisanstiege transparenter zu machen. „Wir als ZIA werden auch beim Thema Planungsbeschleunigung die Entscheiderinnen und Entscheider permanent bedrängen, damit Bund, Länder und Kommunen jetzt schleunigst zulegen“, kündigt Wittke an. Der Hauptgeschäftsführer bewertet die jüngste Zusage von Bundesbauministerin Klara Geywitz, angesichts der exorbitant steigenden Gaspreise die Wohnungswirtschaft über das Entlastungspaket zu unterstützen, positiv. Die Bundesregierung will dadurch, so die Ankündigung, Liquiditätsprobleme in der Branche vermeiden. „Der Ansatz ist goldrichtig, wir sind gespannt auf die Pläne im Detail“, erklärt Wittke.

Kontakt

Dr. Margarete van Ackeren
Abteilungsleiterin Kommunikation und Strategie
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