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Kostenteilung bei CO2-Bepreisung: Wahlkampf statt Klimaschutz

Berlin, 01.06.2021 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, kritisiert die Einigung der großen Koalition auf eine 50:50 Aufteilung des CO2-Preises zwischen Mietern und Vermietern scharf. „Eine pauschale Regelung, ohne den energetischen Zustand der Immobilie zu berücksichtigen, schadet eher dem Klimaschutz als ihn zu unterstützen“, so Andreas Mattner, Präsident des ZIA. „Ein solches Eilverfahren rein aus Wahlkampfgründen bringt den Klimaschutz nicht voran. Es liegen ausgearbeitete Vorschläge auf dem Tisch und wir stehen bereit einen echten Pakt fürs Klima zwischen den betroffenen Akteuren auszuarbeiten“, so Mattner weiter. 

Er plädierte dafür, den heterogenen energetischen Gebäudebestand zu berücksichtigen und verwies darauf, dass der ZIA schon vor Monaten ein differenziertes Modell vorgeschlagen hat, mit dem Anreize zur Sanierung gesetzt sowie dem Vermieter-Mieter-Dilemma Sorge getragen wird. „Die beabsichtigten Regelungen sorgen stattdessen dafür, dass Kapital gebunden wird, welches nicht in die energetische Sanierung der Immobilien investiert werden kann“, so Mattner. 

Der ZIA kritisiert zudem den enthaltenen Rückerstattungsanspruch für Mieter bei dezentraler Beheizung, wie zum Beispiel bei Gas-Etagenheizungen. „Damit wird ein bürokratisches und dem Klimaziel entgegenstehendes Monster geschaffen. Der administrative Aufwand beim ‚Einsammeln‘ der einzelnen Rechnungen steht dem Nutzen unverhältnismäßig gegenüber. Stattdessen könnten Mieter bei einer zentralen Brennstoffbeschaffung durch den Vermieter von Mengenvorteilen profitieren“, so Mattner abschließend.

 

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