Finanzierung & Kapitalanlagen
Die Immobilienwirtschaft ist ganz besonders auf sichere und starke Finanzmärkte sowie eine stabile Kreditversorgung angewiesen. Insofern ist eine Stabilisierung des Finanzmarktes durch geeignete Maßnahmen der Regulierungsbehörden von vitalem Interesse, vor allem für die Immobilienbranche.
Mobilisierung privaten Kapitals für Infrastrukturinvestitionen
Positionspapier
Deutschland steht vor einem enormen Investitionsbedarf bei Verkehr, Bildung, Digitalisierung und Energiewende. Öffentliche Mittel allein werden nicht ausreichen, um die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen in den kommenden Jahren zu finanzieren. Daher setzt sich der ZIA für eine stärkere Mobilisierung privaten Kapitals ein.
Mit einem marktwirtschaftlich organisierten Investitionsansatz kann die öffentliche Hand gezielt privates Kapital für Infrastrukturprojekte aktivieren und die Wirkung staatlicher Mittel deutlich erhöhen. Durch klare Investitionsprogramme, einen staatlichen Risikoschutz und die Einbindung erfahrener Infrastrukturinvestoren lassen sich zusätzliche Finanzierungsquellen erschließen. So können dringend benötigte Investitionen schneller umgesetzt, die Infrastruktur modernisiert und gleichzeitig attraktive Anlagemöglichkeiten für institutionelle Investoren geschaffen werden.
Das Positionspapier zum Download
Mobilisierung privaten Kapitals für Infrastrukturinvestitionen
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KAGB und BaFin-Verwaltungspraxis
Das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) bildet seit 2013 den zentralen regulatorischen Rahmen für offene und geschlossene Alternative Investmentfonds (AIF) in Deutschland. Grundlage des Gesetzes ist die Umsetzung der europäischen AIFM-Richtlinie. Ergänzt wird das KAGB durch die Verwaltungspraxis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die wesentlichen Einfluss auf die Auslegung und Anwendung der Regelungen hat.
Die Weiterentwicklung des KAGB sowie die aufsichtsrechtliche Praxis der BaFin sind für den Investment- und Immobiliensektor von großer Bedeutung. Der ZIA begleitet Gesetzgebungs- und Konsultationsverfahren kontinuierlich und bringt die Perspektive der Immobilienwirtschaft in die politische und regulatorische Diskussion ein.
Stellungnahmen zum KAGB & zur BaFin-Verwaltungspraxis
20190515_ZIA_STN_Konsultation_RS_KAIT1.pdf Download [309 KB]
ZIA-Stellungnahme zum Referentenentwurf zum Fondsstandortgesetz Download [797 KB]
Verlässliche Finanzierung trotz steigender Regulierung
Bankenregulierung & CRR 3
Die immense Regulierungswelle hat die Verfügbarkeit von Fremd- und Eigenkapital stark verändert. Liquiditätsschwemme und Niedrigzinsumfeld überdecken derzeit die Verteuerung der Kreditvergabe. Dabei ist der deutsche Immobilienmarkt einer der stabilsten weltweit, beruhend auf vorsichtiger Bewertung, vergleichsweise niedrigen Beleihungsausläufen und langfristigen Festzinsdarlehen.
Attraktive Rahmenbedingungen für Immobilienkapital
Real Estate Investment Trust
Die Einführung des deutschen REIT-Gesetzes im Jahre 2007 war für den Finanzplatz ein wichtiger Schritt. Damit sollten die Voraussetzungen geschaffen werden, dass sich der Real Estate Investment Trust (kurz: REIT) auch in Deutschland durchsetzt. Das Ziel war, diese international verbreitete, transparente und einfache Investitionsmöglichkeit in Immobilien für den deutschen Standort nutzbar zu machen, um mit einem weiteren Anlagevehikel für nationales und internationales Anlagekapital attraktiver zu sein.
Fondsstandort Deutschland stärken
Rahmenbedingungen für Investitionen in Sachwerte und Infrastruktur verbessern
Ein leistungsfähiger Fondsstandort ist eine wichtige Voraussetzung, um privates Kapital für Zukunftsinvestitionen zu mobilisieren. Insbesondere Investitionen in Sachwerte wie Immobilien, Infrastruktur und erneuerbare Energien leisten einen bedeutenden Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Transformation Deutschlands.
Der ZIA setzt sich für attraktive und wettbewerbsfähige regulatorische Rahmenbedingungen ein, die Investitionen erleichtern und zusätzliche Kapitalquellen erschließen. Dazu gehören etwa Modernisierungen im Investment- und Steuerrecht, die Weiterentwicklung von Fondsstrukturen sowie die Verbesserung der Investitionsbedingungen für Infrastrukturprojekte.
Konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Fondsstandorts Deutschland sowie Handlungsempfehlungen zur Förderung von Investitionen in Immobilien, Infrastruktur und weitere Sachwerte im Positionspapier.
ZIA-Positionspapier zur stärkeren Förderung des Fondsstandorts Deutschland
Vorschläge für gesetzliche Änderungen zur weiteren Förderung des deutschen Fondsstandortes Download [168 KB]
Fondsstandortgesetz
Das Bundesministerium für Finanzen hat Anfang Dezember 2020 einen Referentenentwurf zum Fondsstandortgesetz vorgelegt. Das Gesetz enthält neben der Umsetzung europäischer Vorhaben auch die Einführung neuer Produktvehikel im KAGB. Positiv bewerten wir insbesondere, dass das BMF unseren Vorschlag zur Einführung des geschlossenen Sondervermögens als neues Fondsvehikel für geschlossene Spezial-AIF aufgegriffen hat. Ferner wurden verschiedene Punkte aufgegriffen, die wir im Vorfeld an das BMF gerichtet hatten.
Die wesentlichen Inhalte des Entwurfs lassen sich wie folgt zusammenfassen
- Erweiterung der Produktpalette im KAGB durch Einführung von
- Geschlossenen Sondervermögen für geschlossene Spezial-AIF,
- Geschlossenen Master-Feeder-AIF für geschlossene Publikums-AIF,
- Offenen Infrastruktur-Sondervermögen.
- Anpassungen im KAGB, insbesondere
- Für Gesellschafter-Darlehen durch OIF an 100-%ige Töchter: Wegfall der Anlagegrenzen iSd § 240 KAGB
- Verlängerung der Offenlegungsfrist für Jahresberichte von geschl. Publ.InvKG von 6 auf 9 Monate (§ 160 KAGB)
- An vielen Stellen wird Schriftform durch Textformerfordernis ersetzt (zB bzgl. semi-prof. Anleger gem. § 1 Abs. 19 Nr. 33a)ee) /Anleger nicht-risikogemischter gPubl.AIF
- Umsetzung der EU-Cross-Border-Marketing-Richtlinie (insbes. Pre-Marketing-Regelungen)
- Verankerung der Taxonomie-VO sowie von ESG-Informationspflichten nach Offenlegungs-VO im KAGB
- Umsatzsteuerbefreiung für Managementleistungen bei Wagniskapitalfonds (Anpassung des § 4 Nr. 8h UStG)
ZIA-Basisinformationen über geschlossene Investmentvermögen
Grundlagen, wirtschaftliche Hintergründe, Chancen und Risiken
Die ZIA-Basisinformationen über geschlossene Investmentvermögen bieten einen kompakten Überblick über geschlossene Alternative Investmentfonds (AIF) nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Die Broschüre richtet sich insbesondere an Vertriebspartner und erläutert die wesentlichen Grundlagen, Strukturen und Rahmenbedingungen für Publikums-AIF.
Die Broschüre zum Download
ZIA-Basisinformationen über geschlossene Investmentvermögen
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Wohnimmobilienkreditrichtlinie
Die Richtlinie 2014/17/EU über Wohnimmobilienkreditverträge für Verbraucher (WIKR) ist der Versuch der EU-Kommission, einen EU-Binnenmarkt für Wohnimmobilienkredite zu schaffen und einen Beitrag zur Finanzmarktstabilität zu leisten. Die Richtlinie war bis spätestens zum 18. März 2016 in nationales Recht umzusetzen. Das deutsche Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie wurde am 16. März 2016 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist am 21. März 2016 in Kraft getreten.
Das Gesetz enthält umfassende Regelungen zu vorfälligen Rückzahlung, zum Widerrufsrechts sowie zu Informationspflichten durch den Kreditgeber und zur Prüfung der Kreditwürdigkeit. 2017 erfolgte durch das Finanzaufsichtsrechtergänzungsgesetz eine Änderung der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie. Vor allem ist dabei positiv hervorzuheben, dass der Wert einer Wohnimmobilie bei der Kreditvergabe wieder Berücksichtigung findet und auch Anschlussfinanzierungen und Umschuldungen bei einer Kreditwürdigkeitsprüfung ausgenommen werden. Im ursprünglichen Gesetz waren diese Punkte nicht enthalten und hatten zu Problemen bei der Kreditvergabe geführt.
Positionen des ZIA zu Finanzierung & Kapitalanlagen
Finde Sie hier die Positionen des ZIA sowie Stellungnahmen zu aktuellen Gesetzesvorhaben.