Betrieb & Technik

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Facility Management: Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit

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Der europäische Gebäudebestand steht vor einer strukturellen Transformation: Klimaziele, steigende Energiepreise, regulatorische Vorgaben und digitale Abhängigkeiten verändern die Anforderungen an Eigentümer, Investoren und Betreiber grundlegend. Ein erheblicher Teil der notwendigen Veränderungen müssen im laufenden Betrieb umgesetzt werden. Das Facility Management befindet sich damit im Zentrum dieser Transformation.

Werttreiber der Immobilienwirtschaft

Facility Management leistet einen wesentlichen Beitrag zur Optimierung des Betriebs, zum langfristigen Werterhalt und zur Wertsteigerung von Immobilien. Als Schnittstelle zwischen Betrieb, Instandhaltung und strategischer Bewirtschaftung sorgt die Branche dafür, dass Gebäude effizient, wirtschaftlich und nachhaltig genutzt und betrieben werden können. Grundlage für fundierte Entscheidungen sind belastbare Daten zu Kosten, Flächen und Verbräuchen. Facility Management ist kein operativer Kostenblock, sondern der zentrale Hebel für Dekarbonisierung, Digitalisierung und Betriebssicherheit von Immobilien. 

fm.benchmarking Bericht 2026

Fundierte Daten für eine effiziente und nachhaltige Bewirtschaftung

Mit dem aktuellen fm.benchmarking Bericht 2026 hat der ZIA-Kooperationspartner Rotermund.Ingenieure erneut die größte branchenübergreifende Datenbank für Nutzungskosten in Deutschland ausgewertet. Das Benchmarking ermöglicht den Vergleich von Kosten-, Verbrauchs- und Flächenkennzahlen verschiedener Gebäudetypen und schafft damit Transparenz über die Wirtschaftlichkeit von Immobilien. Eigentümer, Verwalter und FM-Dienstleister können ihre Kennzahlen einordnen und Optimierungspotenziale identifizieren.

Der Bericht fokussiert insbesondere die Nutzungs- und Lebenszykluskosten unterschiedlicher Gebäudeklassen und liefert wertvolle Erkenntnisse für eine zukunftsorientierte Immobilienbewirtschaftung. Wer am fm.benchmarking teilnehmen möchte, kann sowohl Einzelobjekte als auch ganze Portfolios anmelden: www.fm-benchmarking.de/teilnahme/

Der fm.benchmarking Bericht 2026 kann für 500,00 Euro (Bruttopreis) bestellt werden: 

Mehr zum fm.Benchmarking Bericht

ZIA-Mitglieder erhalten einen Preisnachlass von 70 Euro (brutto).

Die neue Rolle des Facility Managements

Dekarbonisierung

Facility Management schafft die notwendige Transparenz über Energie- und CO₂-Verbräuche, analysiert diese datenbasiert und setzt konkrete Maßnahmen zur Reduktion um. Damit wird FM zum zentralen Hebel für die Dekarbonisierung des Gebäudebestands.

Das ist nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftliche Frage: Gebäude mit einem hohen CO₂-Fußabdruck und schlechter Energieeffizienz verlieren an Attraktivität und perspektivisch an Wert. Sie können zu sogenannten „stranded assets“ werden.

Digitale Integration

Effizienter Gebäudebetrieb braucht digitale Strukturen. Sensorik, Gebäudeautomation, Datenplattformen und Kundensysteme erzeugen ihren Nutzen erst dann, wenn sie miteinander verbunden und für den Betrieb nutzbar gemacht werden. Facility Management übernimmt dabei eine zentrale Integrationsfunktion – sowohl bei Neubauten als auch bei der Digitalisierung des Bestands.

Digitale Service- und Betriebsplattformen schaffen Transparenz, ermöglichen belastbares ESG-Reporting und machen Prozesse effizienter und skalierbar.

Betriebssicherheit und Resilienz

Ein Gebäude muss nicht nur funktionieren – es muss auch für Krisen gerüstet sein. Die Anforderungen an Business Continuity, Krisenfestigkeit und IT-Sicherheit steigen. Das gilt insbesondere für sensible Bereiche wie Banken, Rechenzentren und kritische Infrastrukturen (KRITIS).

Facility Management verantwortet zentrale Bausteine der betrieblichen Resilienz: von Notfall- und Ausfallkonzepten über Stresstests bis zur sicheren Betreuung der technischen Gebäudeausrüstung und trägt damit wesentlich dazu bei, dass Gebäude und ihre technischen Systeme auch unter außergewöhnlichen Bedingungen sicher und verfügbar bleiben.

Integrator über den gesamten Gebäudelebenszyklus

Zukunftsfähige Immobilien müssen über ihren gesamten Lebenszyklus gedacht werden. Die Grenzen zwischen Facility Management, Property Management, Asset Management und technischer Gebäudeausrüstung werden zunehmend durchlässiger. Planung, Bau, Modernisierung und Betrieb lassen sich nicht mehr isoliert betrachten.

Facility Management bringt die Perspektive des späteren Betriebs frühzeitig in Entscheidungen ein und verbindet die unterschiedlichen Akteure und Anforderungen. Integrierte Leistungen reduzieren Schnittstellenrisiken, verbessern die Betriebsqualität und senken die Lebenszykluskosten. 

Marktanforderungen und bessere Rahmenbedingungen

Wenn Facility Management eine strategische Rolle für den Wert und die Zukunftsfähigkeit von Immobilien übernimmt, müssen sich auch der Markt und die Rahmenbedingungen weiterentwickeln.

  • Qualität statt kurzfristiger Preisfokus: Ausschreibungen sollten Qualität, Leistungsfähigkeit und eine belastbare Datenbasis stärker berücksichtigen.
  • Verlässliche ESG-Standards: Einheitliche Standards und klare regulatorische Vorgaben schaffen Vergleichbarkeit und Planungssicherheit.
  • Offene technische Systeme: Herstellerunabhängige und interoperable Systeme sind Voraussetzung für effizienten Betrieb, Innovation und fairen Wettbewerb.
  • Kompetenz und Digitalisierung als Erfolgsfaktoren: Fachwissen und digitale Fähigkeiten werden zu strategischen Differenzierungsmerkmalen.
  • Partnerschaftliche Zusammenarbeit: Eigentümer und Dienstleister müssen stärker strategisch zusammenarbeiten 

Fachliche Positionen zu Betrieb & Technik

Die ZIA-Ausschüsse entwickeln Positionen zu technischen und betrieblichen Themen der Immobilienwirtschaft und bringt sie in den Dialog mit Politik, Verwaltung und Fachöffentlichkeit ein.

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 Thomas Schmalfuß
Thomas Schmalfuß

Abteilungsleiter Wohn- und Wirtschaftsimmobilien, Baupolitik und Stadtentwicklung

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Thomas Burtschak

Referent Handels- und Logistikimmobilien & Facility Management

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