Immobilienwirtschaft 2035 + 2050

Im Fokus

Fotografie eines Mannes in Anzug, der durch ein großes rundes Fenster auf eine Stadtlandschaft mit Hochhäusern blickt. Minimalistischer Raum mit glattem Betonwand und reflektierendem Boden betont Einsamkeit und Nachdenklichkeit.

ZIA-Zukunftsstudie Immobilienwirtschaft 2035 + 2050

​Das Zukunftsforschungsinstitut PROFORE Gesellschaft für Zukunft mbH hat im Auftrag des ZIA und in intensiver Zusammenarbeit mit dem Innovation Think Tank des ZIA eine Szenario-Analyse für die Rahmenbedingungen der deutschen Immobilienwirtschaft in den Jahren 2035 und 2050 vorgenommen.

Die im November 2024 veröffentlichte Zukunftsstudie beschreibt sieben mittel- und langfristige Zukunftsszenarien für die Bau- und Immobilienbranche und bietet einen detaillierten Blick auf die tiefgreifenden Veränderungen, die die Rahmenbedingungen der Branche in den nächsten Jahrzehnten beeinflussen werden.

Die Szenarien im Überblick

1. Szenario. Status Quo Plus

Fotografie einer modernen, begrünten Wohnsiedlung bei Sonnenuntergang mit Solarpaneelen auf Dächern und Fassaden, die nachhaltige Architektur betont. Menschen gehen auf einem breiten Gehweg zwischen Bäumen und Pflanzen, was eine umweltfreundliche, lebenswerte Stadtumgebung zeigt.

Evolutionäre Anpassung mit inkrementeller Nachhaltigkeits- und Technologie-Adaption und teilweiser Industrialisierung der Baubranche.

2. Innovativer Green Deal

Fotorealistische Darstellung moderner Wohngebäude mit vielen begrünten Balkonen und Dachterrassen bei Sonnenuntergang. Fokus auf nachhaltige Architektur mit viel Pflanzenbewuchs und einem zentralen Fußweg, der durch die Anlage führt.

Sprunghafte technologiegetriebene ökologische Transformation, unterstützt durch eine fortschrittliche Politik und mehr Ökologiebewusstsein.

3. Suffizienz

Fotografie eines modernen Wohnkomplexes mit mehreren mehrstöckigen Gebäuden und begrünten Innenhöfen bei Sonnenuntergang. Grüne Pflanzen, kleine Wasserflächen und Wege schaffen eine ruhige, naturnahe Atmosphäre zwischen den Gebäuden.

Sprunghafte Entwicklung in Richtung suffizienter, regenerativer Wirtschaft und Gesellschaft mit Fokus auf Bestandssanierungen und alternative Nutzungskonzepte.

4. Techno-Rationalisierung

Fotorealistische Darstellung moderner Büro- und Wohngebäude in urbaner Umgebung bei Sonnenuntergang mit Baukränen im Hintergrund. Fokus auf Glasfassaden, begrünten Balkonen und belebtem Fußgängerbereich mit Menschen und Sitzgelegenheiten.

Hochgradig industrialisierte Baubranche und volldigitalisierte Immobilienwirtschaft, die sich durch Effizienz, innovative Gebäudetechnologien und Nutzungsflexibilität auszeichnet.

5. Bau-Boom

Luftaufnahme einer Großbaustelle in einer Stadt bei Sonnenuntergang mit mehreren Baukränen und teilweise fertiggestellten Gebäuden. Die Szene zeigt Verkehrswege, umliegende Wohngebäude und grüne Flächen, die städtische Entwicklung und Infrastruktur verdeutlichen.

Aufschwung aufgrund progressiver Bundespolitik und hoher Kapitalverfügbarkeit mit innovativen, industriellen Strukturen in der Baubranche, volldigitalisierten Gebäuden und hoher Fachkräftezuwanderung.

6. Reaktionäres Chaos

Fotografie einer urbanen Straße mit Schienen, umgeben von mehrstöckigen Gebäuden auf beiden Seiten, beleuchtet von warmem Sonnenlicht bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Straße zeigt nasse, reflektierende Oberfläche, Gebäude rechts mit Feuerleitern, links mit markanten Fenstern und Ladenfronten.

Tiefgreifende Krise der Immobilienbranche mit fehlender Umsetzung der ESG-Regulatorik und traditionellen, fragmentierten Strukturen in der Baubranche, sowie niedrige Fachkräftezuwanderung.

7. Stagnation und Degrowth

Fotografie einer urbanen Szenerie mit überwucherten Gebäuden und verwildertem Gehweg bei Sonnenuntergang. Darstellung einer verlassenen Stadt mit Pflanzen, die sich durch Risse im Beton und an Fassaden ausbreiten, vermittelt Eindruck von Natur, die städtischen Raum zurückerobert.

Marktlähmung durch hohe Zinsen, fragmentierte Strukturen in der Baubranche, moderate Fachkräftezuwanderung sowie durch Low-Tech verhinderte Nutzungsflexibilisierung.

„Die entworfenen Szenarien vermitteln der Branche eine Vorstellung davon, was die Zukunft für sie bereithalten könnte. Die Studie gibt ihr damit ein Instrument an die Hand, um den kommenden Herausforderungen frühzeitig mit Innovationen zu begegnen und in die strategische Zukunftsplanung einzusteigen.”

Dr. Susanne Hügel
stellv. Vorsitzende, ITT

Immobilienwirtschaft in die Zukunft führen

Die Studie beinhaltet keine Blaupausen, sondern skizziert plausible Zukunftsentwicklungen auf Basis wissenschaftlich hergeleiteter Schlüsselfaktoren. Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sollen angeregt werden, individuelle Schlüsse für das eigene Geschäftsmodell zu ziehen, Innovation zu fördern, Partnerschaften einzugehen und gemeinsam die Immobilienwirtschaft in die Zukunft führen.

Die plausiblen Szenarien zeichnen sich durch eine starke Digitalisierung und KI-Integration, eine drastisch gestiegene Bedeutung von ESG-Kriterien und Kreislaufwirtschaft, flexible Wohn- und Arbeitsmodelle, sowie investitionsfreundliche Rahmenbedingungen aus.

Daneben stellt die Studie auch dystopische Szenarien als Warnsignale vor. Szenarien wie „Reaktionäres Chaos“ und „Stagnation und Degrowth“ zeigen auf, welche Risiken für die Immobilienwirtschaft entstehen können, falls die nötigen Schritte zur digitalen und nachhaltigen Transformation nicht ergriffen werden.

Die Zukunftsstudie zum Download

Unterstützer

Die Studie wurde dankenswerterweise ermöglicht durch: